Welche Erträge von Interactive Brokers muss ich in Deutschland versteuern?
Als in Deutschland Steuerpflichtige(r) müssen Sie Kapitalerträge aus einem ausländischen Depot selbst erklären: Dividenden, Gewinne aus Wertpapierverkäufen und Zinsen. IB führt keine deutsche Abgeltungsteuer ab — die Erklärung über die Anlage KAP ist Ihre Aufgabe.
Wie wird die Steuer berechnet?
Kapitalerträge unterliegen der Abgeltungsteuer von 25% zuzüglich 5,5% Solidaritätszuschlag (ggf. Kirchensteuer). Der Sparer-Pauschbetrag (1.000 € ab 2023, davor 801 €) wird abgezogen. Ausländische Quellensteuer (z. B. 15% auf US-Dividenden) kann angerechnet werden.
Woher kommen die Wechselkurse?
Wir verwenden die offiziellen Referenzkurse der Europäischen Zentralbank (EZB) zum jeweiligen Zufluss- bzw. Anschaffungsdatum. Genau das erwartet das Finanzamt — und genau das ist die mühsamste Handarbeit, die wir Ihnen abnehmen.
Erfährt das Finanzamt von meinem IB-Konto?
Mit hoher Wahrscheinlichkeit ja. Über den automatischen Informationsaustausch (CRS) melden ausländische Broker Kontodaten an die deutschen Behörden. Eine freiwillige, vollständige Erklärung ist der sicherste Weg.
Was bekomme ich nach der Zahlung?
Ein Archiv mit der Ausfüllhilfe für die Anlage KAP (pro Jahr), dem Excel-Register aller Transaktionen in Euro und einer Schritt-für-Schritt-Anleitung für ELSTER.
Ist das eine Steuerberatung?
Nein. Der Service bereitet Berechnungen und Unterlagen auf Basis Ihres eigenen Auszugs auf — die Abgabe erledigen Sie selbst. Bei komplexen Fällen empfehlen wir zusätzlich eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater.
Verluste aus Aktienverkäufen — was passiert damit?
Verluste aus Aktien dürfen nur mit Aktiengewinnen verrechnet werden (eigener Verlusttopf). Wir weisen die Verluste separat aus, damit Sie sie in der Anlage KAP eintragen und vortragen können.